Winter 2025
Der Winter macht auch vor Montenegro nicht halt. Die erste Strohlieferung ist eingetroffen. Die Hunde freut’s.
Giselle unser grosses Sorgenkind
Rasse: Herdenschutz-Mix
Hündin kastriert
Geb. ca. 2021/2022
20 kg, 60 cm SH
Giselle’s Geschichte:
Giselle wurde im August 2023 in unserem Kastrationsprogramm in Ulcinj kastriert und anschliessend wieder an ihren angestammten Platz zurückgebracht.
Doch schon wenige Monate später erhielten wir die Information von Tierschützern, dass ein Hotelier Giselle und einen weiteren Hund (unseren Oreo) in einem Wäschegitter eingesperrt hielt und drohte, die Hundefänger kommen zu lassen.
So entschlossen wir uns, die beiden Hunde zu übernehmen und brachten sie in einer Hundepension unter, wo sie versorgt und auf ihre Ausreise vorbereitet werden sollten. Da Giselle zu diesem Zeitpunkt bereits grosse Mühe mit gehen hatte liessen wir sie zwecks Abklärung in eine Tierklinik in Podgorica bringen. Die dortigen Fachärzte stellten eine starke Deformation beider Hinterbeine fest, die aber nicht von einem Umfall her rührte sondern vermutlich angeboren war oder durch Mangelernährung in der Wachstumsphase entstand. Um das genaue Ausmass der Behinderung zu erkennen wurde ein CT benötigt. Da dies in Montenegro nicht möglich war, liessen wir Giselle dafür extra nach Belgrad (Serbien) bringen. Das CT zeigte, dass sowohl der Oberschenkel- als auch der Unterschenkelknochen auf beiden Seiten verdreht war und die Kniescheiben beidseitig ausserhalb des Gelenkes lagen.
Eigentlich hatten wir grosse Hoffnungen, dass wir Giselle hier in der Schweiz mittels Operation ein sorgenfreies Leben ermöglichen können. Doch leider kam es anders.
Die kontaktierten Tierärzte (alles Koryphäen auf dem Gebiet der Chirurgischen Orthopädie) haben uns die Augen geöffnet und unser Traum für Giselle ist zerbrochen. Die entsprechende tierärztliche Stellungsnahme sowie Röntgenbilder stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung.
Giselle’s deformierte Hinterbeine bräuchten mindestens 4 Operation mit jeweils 2 monatiger Rekonvaleszenz. Sowohl Oberschenkelknochen als auch Unterschenkelknochen müssten gebrochen und neu gerichtet werden. Zudem müssten die Kniescheiben wieder in der ursprüngliche Stelle fixiert werden. Das heisst mind. 1 Jahr Leidensweg und das bei ungünstiger Prognose.
Wir konzentrieren uns nun deshalb darauf, eine passende Schmerztherapie für Giselle zu finden. Auch wurde bereits ein Rolli für sie bestellt, um ihr auch längere Spaziergänge zu ermöglichen.
Aktuell befindet sich Giselle auf einer temporären Pflegestelle bei grutzi.ch
wo sie Physiotherapie erhält und an einen Rolli gewöhnt wird.
Doch das Ziel muss sein, für Giselle eine Endstelle zu finden, wo man ihr die notwendige Fürsorge und Liebe zukommen lässt, die sie nach ihrem Martyrium verdient hat.
